Sich selbst genügen – oder?


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Ich hänge in den Seilen. Ich habe nichts vor und will auch nichts vorhaben. Mein Kopf will beschäftigt werden, seiner Bitte wird entsprochen. Mein Körper hält gar nichts davon jetzt noch das Haus zu verlassen. Also lassen wir den Körper wo er ist, der Kopf übernimmt die Regie. Der Körper genügt sich selbst in seiner räumlichen Isolation, der Kopf bricht in die weite Welt hinaus. Der Kopf ist heute in Hochstimmung, der Körper dümpelt nebendran so vor sich hin.

An einem beliebigen Freitag Abend vor, sagen wir mal etwa 25 Jahren herrschten hier andere Zustände. Da machten sich Kopf und Körper für einen abendlichen Umgebungswechsel bereit. Mit Freuden sogar, wie ich an dieser Stelle bemerken möchte. Unvorstellbar damals, die Zeit, in der alle Menschen zusammentreffen allein in der Hütte zu verbringen. Die Bedrohung der Isolation, die schon immer wie ein Damoklesschwert über mir schwebte, sie trieb nach draußen. Dummerweise stellte sich die Isolation immer als sehr hartnäckiges Element heraus. Irgendwann, müde des ständigen Wettkampfes gegen sie, lernten Kopf und Körper dann doch sich mit ihr zu arrangieren. Isolation macht träge.

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